Unsere Sportportal Neuigkeiten:

Finde jetzt dein Vereinsangebot:

Waldeck-Frankenberger Sportcoaches – Projekt „Sport und Flüchtlinge“ wird fortgeführt

WALDECK-FRANKENBERG.
Integration durch Sport – der Sportkreis und die regionalen Sportcoaches in Waldeck- Frankenberg ziehen eine positive Zwischenbilanz zum Modellprojekt „Sport und Flüchtlinge“ der Sportjugend Hessen, das im Januar 2016 offiziell startete und 2017 fortgeführt werden soll. Das Programm versteht sich als niedrigschwelliges Angebot für Flüchtlinge direkt vor Ort in den Gemeinden.

In 14 von 22 heimischen Kommunen sind bislang entsprechend ausgebildete Vermittler zwischen den Flüchtlingen, der Asylbetreuung und den Sportvereinen vor Ort aktiv. Alle Sportcoaches aus Waldeck-Frankenberg trafen sich am Montag zu einem Netzwerk-Regionaltreffen in Korbach, um Rückblick zu halten und die Pläne für das kommende Jahr vorzustellen.

„Wir sind dankbar, dass wir das Projekt so gut anschieben konnten“, betonte Uwe Steuber, Vorsitzender des Sportkreises Waldeck-Frankenberg. Ausgestattet mit Fördermitteln des hessischen Ministeriums des Innern sei im Landkreis nach und nach eines der erfolgreichsten Netzwerke für „Integration durch Sport“ in Hessen entstanden.

Zur besseren Zusammenarbeit hat der Sportkreis eine Koordinierungsstelle geschaffen, die Netzwerkstrukturen aufbaut und an nachhaltigen Konzepten arbeitet. Koordinartor ist Mark König-Philipp, der zugleich Sportcoach in Lichtenfels, Diemelsee und Vöhl ist. Neben Informationsveranstaltungen für Vereine werden unregelmäßige Kennenlern- Aktionen bis zu Dauerangeboten innerhalb von Sportvereinen und anderen Trägern angeboten.

Ziel sei, das Netzwerk weiter auszubauen, betonte Mark König-Philipp, damit Vereine und Flüchtlinge schneller an Informationen kommen.
„Wir bitten die Vereine, ihre Projekte und Angebote auf den Webseiten ihrer Kommunen zu veröffentlichen und ich wünsche mir auch mehr Vereinsaktivitäten auf unserer Webseite sportcoach-netzwerke.de“, betonte König- Philipp.

995c5202-7c14-4fc4-9bfa-8e1d3710ce1d-jpg

Sportkreisvorsitzender Uwe Steuber (r.) und Sportkoordinator Mark König-Philipp (2.v.r.).

14,1 Prozent der in Waldeck-Frankenberg lebenden Flüchtlinge seien in Sportvereinen aktiv, erklärt König-Philipp. Der Anteil von Männern über 16 Jahren liege bei 63,8 Prozent, der von Frauen über 16 Jahren bei 12 Prozent und der von Kindern bis zum Alter von 16 Jahren bei 24,4 Prozent. Unter den Top Ten der von Flüchtlingen betriebenen Sportarten stehe Fußball mit 49 Prozent an erster Stelle, gefolgt von Tischtennis (14,8), Leichtathletik (9,6), Handball (5,8) und Kampfsport (5,1). Wichtig sei, auch für Frauen und Mädchen vermehrt ein unterschwelliges Sportangebot zu machen, betonte Sportkoordinator König-Philipp.

Für das kommende Jahr sind in Waldeck-Frankenberg eine Reihe von Angeboten für Flüchtlinge und Einheimische gleichermaßen geplant – Stichwort Integration durch Sport und Begegnung: So erhalten Flüchtlinge, Betreuer und Mitglieder von Sportvereinen einen vergünstigten Eintrittspreis zum Weltcup-Skispringen in Willingen. Geplant ist eine Fahrt am 20. Januar, finanziert durch das Programm „Sport und Flüchtlinge“.

Für Frauen und Mädchen ab zwölf Jahren bietet der Sportkreis ab Ostern Floorball an. Unter dem Motto „Gemeinsam stark“ soll Frauen von 18 bis 40 Jahren – Einheimische und Flüchtlinge – Fitnesstraining in Krafträumen in Waldeck-Frankenberg angeboten werden.

Landkreis und Sportjugend Hessen planen zudem Schwimmkurse für erwachsene Flüchtlinge. Der Unterricht soll möglichst in den vier Mittelzentren stattfinden, wenn sich dort Ausbilder finden, erklärt Dr. Hartmut Wecker, Sprecher des Landratsamtes, auf Nachfrage. (md) Weitere Informationen zu den Angeboten gibt es unter www.sportcoach-netzwerk.de

 

The following two tabs change content below.

Kommentar hinterlassen