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Sportvereine: Kaum Frauen im Vorstand

Von 329 Vorsitzenden im Sportkreis sind nur 27 weiblich
Viele Sportvereine in Waldeck-Frankenberg haben Schwierigkeiten, ihre Vorstandsposten zu besetzen. Eine mögliche Lösung: Frauen. Denn die sind in den Vereinsvorständen bislang unterrepräsentiert. 329 Vereine sind Mitglied im Sportkreis Waldeck-Frankenberg. Unter den Vorsitzenden sind gerade einmal 27 Frauen, teilte der Sportkreis mit. Das sind nur knapp acht Prozent.

Es sei nicht so, dass sich Frauen nicht für die Arbeit im Sportverein begeistern würden, betont der Sportkreisvorsitzende Uwe Steuber.
„Viele Frauen sind als Schriftführerin, Kassiererin oder Übungsleiterin aktiv“, sagt Steuber. Die Rollenverteilung im privatleben sei heutzutage aber immer noch so, dass Frauen nebenbei den Haushalt führen würden – und in der Regel auch berufstätig sind. „Frauen haben schon die Doppelbelastung Beruf und Familie, die Arbeit im Verein ist dann oft zu viel“, sagt Steuber.

Beispiel Sportschützen: In den 28 Vereinen im Schützenkreis Frankenberg gibt es nur zwei Frauen als Vorsitzende – Elvira Heinrichs in Allendorf/ Hardtberg und Anita Winter in Ittertal. „Es kann schon sein, dass die alt hergebrachte Rollenverteilung zwischen den Geschlechtern da hineinspielt“, sagt Heinrichs, von beruf selbständige Floristin. „Wenn ich irgendwo fest angestellt wäre, wüsste ich nicht, ob ich den Vorsitz im Verein übernommen hätte – mit drei Kindern und einer Ganztagsstelle.“

Einen Frauenmangel in den Sportvereinsvorständen gibt es übrigens nicht nur in Waldeck- Frankenberg: Im Präsidium des Landessportbundes beispielsweise sitzen laut Ulrich Manthei, Steubers Kollege aus dem Schwalm-Eder- Kreis, sieben Männer und nur eine Frau. Auch in Schwalm- Eder ist die Frauenquote in den Sportvereinsvorständen ähnlich gering: Von 350 Vorsitzenden sind dort nur 30 weiblich.

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HNA

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