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Mehr Vereinssport an Schulen

Der Sportkreis fördert nicht nur, er will mögliche Partner auch zusammenbringen.

Mehr als 70 Schulen und 332 Sportvereine gibt es in Waldeck-Frankenberg. Manche arbeiten zusammen. Der Sportkreis will, dass es mehr werden, – und startet dazu ein Programm.

„Schule und Verein ist neben dem Sportportal unser zweiter Schwerpunkt in diesem Jahr“, sagt der Sportkreis-Vorsitzende Uwe Steuber. Das Thema hat Gewicht: Der Sportkreis stellt 8000 Euro aus zweckgebundenen Mitteln des Landessportbunds als Anschubfinanzierung bereit und hat in Dieter Schütz aus Willingen, seit Jahren Beisitzer im Sportkreis-Vorstand und ausgebildeter Sportlehrer, eigens einen Koordinator gewonnen, der interessierte Schulen und Vereine zusammenbringen soll. „Ein echter Glücksgriff“, sagt Steuber.

Für kommenden Montag (31.03.2014,19 Uhr) sind alle potenziellen Partner zu einer ersten Info-Veranstaltung in die Servicestelle des Sportkreises nach Korbach eingeladen. „Ich sehe meine Aufgabe darin, Schnittstelle zu sein, ein Ansprechpartner für beide Seiten“, sagt Schütz.

Das Ziel ist ehrgeizig. Drei Kooperationen im Kreis werden jährlich vom Kultusministerium neu gefördert (siehe Hintergrund). „Das wollen wir auf zehn toppen“, sagt Steuber. Die Zusammenarbeit ist in aller Regel so angelegt, dass der Verein für ein Sportangebot der Schule am Nachmittag die Übungsleiterin oder den Übungsleiter stellt. Das Ministerium hat dafür Richtlinien formuliert, an denen sich auch der Sportkreis orientiert.

Um die Nachhaltigkeit zu gewährleisten, soll die Zusammenarbeit jeweils auf drei Jahre angelegt sein. Grundsätzliches Interesse an derartigen Partnerschaften wird vom Sportkreis unterstellt, aber manchmal kommen die Beteiligten aus unterschiedlichen Gründen einfach nicht zusammen. „Der eine kann mit der Schule nicht, der andere nicht mit dem Verein, und manchmal wissen beide gar nichts voneinander“, sagt Steuber.

Schütz’ erste Aufgabe: Er muss den Bedarf ermitteln. Welche Schule hat überhaupt Interesse an einem sportlichen Nachmittagsangebot? Welcher Verein in der Nähe will einsteigen? Verfügt er über einen geeinigten Übungsleiter?

„Im Sinne der Kinder“

„Wir brauchen Infos“, sagt Schütz lapidar. Ein ideales Forum bietet die Auftaktveranstaltung am Montag. „Ich setze darauf, dass daraus schon Kontakte erwachsen“, sagt Schütz.

Die Aufgabe des Willingers ist es dann, beide Seiten an einen Tisch zu bringen. Ehe ein Kooperationsvertrag steht, ist Detailarbeit vonnöten. Die gewünschte Sport-AG am Tag X kann zum Beispiel an fehlenden Hallenzeiten scheitern. Womöglich sind auch Transportfragen zu klären.

Schütz kann auf langjährige Erfahrungen und viele gelungene Beispiele zurückgreifen, da das Landesprogramm „Schule und Verein“ bereits seit mehr als zwei Jahrzehnten läuft. Zudem sind die drei Schulsportkoordinatoren Theo Schätte, Uli Rehbein und Nils Milde mit im Boot. Schütz hält das Sportkreisprojekt für wichtig. „Wenn es gelingt, sinnvolle Sportangebote aus dem Sportkreis heraus an den Schulen zu installieren, ist das doch im Sinne der Kinder“, sagt er. Eine Konkurrenz zu den Vereinsangeboten sieht er im Schulprojekt nicht. „Das Gegenteil ist der Fall. Ich habe die Vorstellung, dass ein solches Projekt dem Sportverein vielleicht helfen kann, neue junge Mitglieder zu gewinnen.“ (mn)

HINTERGRUND
Schule und Sportverein
Eigentlich ist „Schule und Verein“ ein Landesprogramm. Es läuft seit 1991 und wurde um die Jahreswende 2010/11 zum Aufregerthema, weil die damalige Kultusministerin Dorothea Henzler die Gelder um ein Drittel zusammenstrich. Die nächste Zäsur folgte 2012, das Kultusministerium legte ein neues und anders gestaltetes „Programm zur Förderung der Zusammenarbeit von Schulen und Sportvereinen“ auf. Kernpunkt ist die auf drei Jahre begrenzte Förderung, die bereitgestellten Mittel sinken in diesem Zeitraum von 800 Euro im ersten auf 400 Euro im dritten Jahr. Um die Anschlussfinanzierung müssen sich die Beteiligten selbst kümmern. Jeweils drei Projekte können pro Schuljahr im Landkreis neu aufgenommen werden. Aktuell müssen die Anträge für das Schuljahr 2014/15 bis zum 15. April in Wiesbaden eingereicht werden. (mn)

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Gerhard Menkel

Unser Menki arbeitet hauptberuflich seit 1987 als Sportredakteur bei der WLZ, ist einer unserer Dienstältesten Vorstandsmitglieder (schon seit "Mao") und unterstützt den Sportkreis als Pressewart.

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