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Kleineres Team für den Schulsport

Jennifer Homann und Erik Wohlfahrt zwei von fünf neuen Koordinatoren

Das Personal für den Schulsport wechselt zum neuen Schuljahr komplett. Und es wird weniger.

Um Wettkämpfe und Ausbildungen kümmern sich in den Kreisen Waldeck-Frankenberg und Schwalm-Eder statt sechs nur noch fünf Koordinatoren. Drei Frauen und zwei Männer erhielten am Mittwoch im Schulamt ihre Ernennungsurkunden.

Jennifer Homann (29), zu Hause in Diemelstadt und Lehrerin an der Bad Arolser Kaulbach-Schule, sowie Erik Wohlfart (43) aus Korbach, der ab September an die Heinrich-Lüttecke-Schule in Arolsen und das Schulamt abgeordnet ist, bilden das heimische Koordinatoren-Duo. Ihnen zur Seite stehen drei Schwalm-Eder-Kollegen: Roland Borrmann von der Wolfgang-Fleischert-Schule in Röhrenfurth, die Bad Wildungerin Kerstin Knop (Schwalmgymnasium Treysa) und Sabine Ahlers, die an der König-Heinrich-Schule Fritzlar unterrichtet.

Jennifer Homann und Erik Wohlfart treten, wenn man so will, das Erbe von Theo Schätte, Nils Milde und Uli Rehbein an. Die drei Lehrer hatten mit ihrem Engagement – Rehbein als Dienstältester war seit Sommer 2005 im Amt, die beiden anderen wurden kurze Zeit später ernannt – Maßstäbe gesetzt. Vor einem Jahr waren sie im Streit mit den damaligen Schwalm-Eder-Koordinatoren zurückgetreten, weil die Arbeitsbelastung zu ungleich verteilt war. Sie mussten dann kommissarisch im Amt bleiben, wollten aber ihre Verträge in diesem Sommer nicht noch einmal verlängern.

Zwar sind in Schwalm-Eder neue Koordinatoren ernannt worden, aber gleichzeitig hat das hessische Kultusministerium eine Koordinatoren-Stelle (entspricht sechs Wochenstunden) für den Amtsbezirk mit fast 140 Schulen gestrichen. Unter diesen Bedingungen sah das heimische Trio die Grundlage für eine gedeihliche Fortsetzung seiner Arbeit offenbar nicht gegeben.

Arbeit gerecht verteilen

Waltraud Credé, die Leiterin des Staatlichen Schulamts, bedauerte die Entscheidung: „Sie haben großartige Arbeit geleistet.“ Sie und Schulsportrat Frank Seim hätten Vorstöße gestartet, „ob wir den sechsten Kopf oder zusätzliche Stunden bekommen“. Das sei vom Ministerium aber unter Hinweis auf die Gleichbehandlung der Schulamtsbezirke abgelehnt worden.

Waltraud Credé rechnet mit Auswirkungen auf den Schulsport, ohne konkret zu werden: „Es wird nicht mehr so intensiv gehen wie vorher“, sagte sie. Allerdings sollen nicht plötzlich Homann und Wohlfart zu zweit die Arbeit erledigen, die ihre Vorgänger zu dritt getan haben. Die Amtsleiterin kündigte neue Zuschnitte über den gesamten Schulamtsbezirk hinweg an: „Die Arbeit muss gerecht auf die fünf Köpfe verteilt werden.“ Dabei müsse geregelt werden, „was leistbar ist und was nicht“ – auch um die Kollegen vor einer zu großen Belastung zu schützen. Als positiv wertete Credé die Bereitschaft von Theo Schätte, den Neuen beim Einstieg zu helfen.

Der Sportkreis-Vorsitzende Uwe Steuber bedauerte die Entwicklung. Die drei ausscheidenden Koordinatoren seien „feste Größen und absolut verlässliche Partner“ gewesen. „Man kann nur hoffen, dass wir die bisherigen Angebote, die wirklich gut und wichtig waren, aufrechterhalten können.“ Steuber nannte dafür auch das Programm „Schule und Verein“.

Sportkreis mischt mit

Der Sportkreis-Chef kündigte an, er werde zeitnah mit den zwei neuen Waldecker Koordinatoren Kontakt aufnehmen und sie zu den Sportkreissitzungen einladen. „Und ich hoffe natürlich, dass Theo Schätte im Vorstand bleibt.“ Der Lehrer an der MPS Gemünden ist im Sportkreis für die Themen Ganztagsschule und Integration zuständig.

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Gerhard Menkel

Unser Menki arbeitet hauptberuflich seit 1987 als Sportredakteur bei der WLZ, ist einer unserer Dienstältesten Vorstandsmitglieder (schon seit "Mao") und unterstützt den Sportkreis als Pressewart.

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