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Kleiner Erfolg für Uwe Steuber

Sportkreischef Uwe Steuber kann sich ein bisschen freuen.
Sein Protest hatte Erfolg, die neuen, gerade in Kraft getretenen Förderrichtlinien des Landessportbunds Hessen sind für Waldeck-Frankenbergs Sportvereine jedenfalls weniger nachteilig ausgefallen als im ursprünglichen Entwurf.
Clubs mit bis zu 100 und 250 Mitgliedern können in Frankfurt künftig 5000 und 7000 Euro binnen acht Jahren abrufen. Damit gibt es für die Vereine dieser Größenordnung zwar weniger Zuschüsse als bisher (7670 Euro) für Baumaßnahmen oder Sportgeräte, aber mehr als ihnen die Reformer um LSB-Vize Rolf Hocke zunächst überlassen wollten (3000 und 5500 Euro).
Entsprechend verringert sich das rechnerische Acht- Jahres-Minus für die heimischen Vereine.
Wären die ersten Vorschläge umgesetzt worden, hätte es sich auf insgesamt mehr als 800 000 Euro summiert – obwohl alle Clubs mit mehr als 500 Mitgliedern künftig höhere Zuwendungen abrufen können als bisher. Aber sie sind bei uns nicht die Masse.
Steuber hatte wegen der Nachteile für ländliche Sportkreise nicht nur die damaligen Pläne abgelehnt, er hatte außerdem mehr Mitsprache der Sportkreise bei der Verteilung der Gelder gefordert. Sie könnten „vor Ort besser über die wirklich notwendigen oder die sinnvollen Maßnahmen entscheiden“. In den neuen Förderrichtlinien findet sich davon kein Wort. Natürlich nicht. Eine solche Verlagerung der Kompetenzen hätte das LSB-Präsidium kaum ohne Beschluss eines Sportbundtages umgesetzt. Der nächste tagt im September.
Weil Steuber das wusste, hatte er sich listig dafür ausgesprochen, die alten Förderrichtlinien bis 2016 beizubehalten. Er ist nicht durchgedrungen, seit gestern sind die neuen in Kraft.
Was heißt das für die Förderzukunft?
Steuber verbindet erweiterte Sportkreis-Befugnisse mit dem Abschied von Investitionszuschüssen nach dem Prinzip Gießkanne. In Zeiten von demografischem Wandel und kommunaler Schuldenbremse will er die Mittelvergabe stärker lenken und neue Bedarfskriterien formulieren.
Auch das erste Sportkreisforum stand ganz im Zeichen dieses Themas.
In den Richtlinien des LSB steht davon kein Wort. Aufgezählt sind nur formale Punkte, zu denen die Erhebung eines „zeitgemäßen Mitgliedsbeitrags“ gehört. Nichts dagegen, aber sollen ernsthaft nur die Beiträge zeitgemäß sein?
Es wird Zeit für eine breite Debatte. Aus den Vereinen war dazu noch fast nichts zu hören. Vielleicht treiben sie andere Dinge mehr um. Personal zum Beispiel suchen alle, manche händeringend. Eine neue Förderung könnte auch bedeuten, Geld in Übungsleiter zu stecken statt in die Sanierung eines vielleicht in absehbarer Zeit leer stehenden Vereinsheims.

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Gerhard Menkel

Unser Menki arbeitet hauptberuflich seit 1987 als Sportredakteur bei der WLZ, ist einer unserer Dienstältesten Vorstandsmitglieder (schon seit "Mao") und unterstützt den Sportkreis als Pressewart.

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