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Geld für vorbildliche Jugendarbeit

Förderbescheide 5.5.

Bescheidübergabe im großen Kreis: Uwe Steuber und Vertreter der Vereine

Vereine können sich beim Sportkreis bewerben · Steuber: mehr Vernetzung nötig

Weniger Bürokratie, mehr Information – ein verbreiteter Wunsch der Sportvereine. Der Sportkreis will darauf reagieren. Zudem gibt es Geld für gute Ideen im Kinder- und Jugendsport.

Einmal im Vierteljahr spielt Uwe Steuber den Geldboten. Dann überreicht der Vorsitzende des Sportkreises Waldeck-Frankenberg die Bewilligungsbescheide des Landessportbunds Hessen (LSB) aus dem Topf der Vereinsförderung.

In Altwildungen hatte Steuber jetzt Briefchen für acht Vereine dabei, die insgesamt rund 22 000 Euro überwiesen bekommen – Gelder, die sie im dritten Quartal 2012 beantragt hatten.

Spannender als die Übergabe war der Meinungsaustausch zwischen Sportkreis-Chef und Vereinsvertretern. Steuber nutzt diese Termine gern zum Zuhören und dazu, Anregungen zu sammeln.

Ein Thema im Vereinsheim des TV Friedrichstein waren die vielen formalen Anforderungen an die Klubs. Die Vertreter der nur 40 Mitglieder zählenden Skigilde Schweinsbühl, die ein neues Loipenspurgerät bezuschusst bekam, etwa äußerten den Wunsch, das Antragsverfahren bei Zuschüssen für Investitionen der Sportvereine zu vereinfachen. In der Diskussion wurde zudem angeregt, eine Art Handzettel zu entwerfen, auf dem die Fördermöglichkeiten übersichtlich zusammengefasst sind.

Auf der Wunschliste steht auch, Ansprechpartner von Städten und Gemeinden für die Sportförderung zu benennen. Diskutiert wurde außerdem über die Anschaffung von werbefinanzierten Kleinbussen oder über die Voraussetzungen, als gemeinnütziger Verein bei Gericht bedacht zu werden, wenn Angeklagte in Strafverfahren zu Geldauflagen in Form von Spenden verurteilt werden.

„Die Vereine fühlen sich zunehmend überfordert, das alles zu überblicken“, fasste Steuber die Ergebnisse des Meinungsaustauschs zusammen, an dem auch die Wildunger Stadträtin Petra Diederich teilnahm.

Der Sportkreis-Chef will in einem ersten Schritt noch mehr Informationen des Sportkreises an die Vereine weitergeben und den Verteilerkreis der E-Mails erweitern. Manche Infos versickerten einfach gelegentlich beim Vereinsvorsitzenden, sagte er. Insgesamt seien mehr Informationsaustausch und eine bessere Vernetzung nötig, so Steuber. In diesem Kontext will der Sportkreis auch enger mit den Fachverbänden zusammenarbeiten.

Sportkreis zahlt Ausbildung
Von der letzten Sitzung des Beirats der Sportkreise brachte Uwe Steuber Details zu einer „Qualitätsoffensive für den Kinder- und Jugendsport“ mit. Dahinter steht eine Spende in Höhe von 530 000 Euro des Sparkassen- und Giroverbands Hessen- Thüringen an den LSB. Die Vereine können davon in zwei Programmen profitieren.

Ein Teil des Geldes fließt in die Qualifizierung junger Leute: Der Sportkreis bezahlt auf Antrag Ausbildungskosten Heranwachsender, die jünger als 23 Jahre sind – gefördert werden kann eine Lizenzausbildung zum Übungsleiter ebenso wie ein Schiedsrichter-Lehrgang oder eine Ausbildung zum Jugendleiter. Jeder Sportkreis kann ein Kontingent von 1250 Lerneinheiten verteilen.

Im zweiten Programm können die Sportkreise gemeinsam mit ihrer Sportjugend Vereinsprojekte unter der Überschrift „Kinder- und Jugendsport der Zukunft“ prämieren. 4000 Euro werden pro Sportkreis ausgeschüttet, höchstens 1000 Euro pro Verein. Zum Zuge können Vereine kommen, die eine grundsätzlich vorbildliche Jugendarbeit auf die Beine stellen, ebenso wie Klubs, die etwa viele Migranten ganz selbstverständliche integrieren. Auch ein breites überfachliches Angebot, das bis hin zur Hausaufgabenhilfe geht, Inklusions-Vereine oder Sportvereine, die mit anderen Partnern wie der Feuerwehr oder anderen Jugendorganisationen zusammenarbeiten, können gefördert werden.

Der Sportkreis mailt die Verein an und versorgt sie mit den Einzelheiten. Am Ende entscheidet eine Jury aus Vertretern des Sportkreis-Vorstands, der Sportkreis- Jugend und der Sparkasse, welches die „vorbildlichen Vereine“ sind. Bewerben können sich diese bis Ende Juli, die Jury entscheidet bis Ende September.

Die geförderten Vereine: SG Altwildungen (Schießstand) 5693 Euro; TV Friedrichstein (Bau Umkleidekabinen) 1552 Euro; SV Immighausen (Sanierung Vereinsheim) 1177 Euro; RFV St. Kilian Lelbach (Sanierung Reitplatz) 4685 Euro; TuS Massenhausen (Um-, Anbau Vereinsheim) 1406; RuFV Sachsenhausen (Voltigierpferd) 2560 Euro; SV Sudeck (Waffen) 550 Euro; Skigilde Schweinsbühl (Loipenspurgerät) 4500 Euro.

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Gerhard Menkel

Unser Menki arbeitet hauptberuflich seit 1987 als Sportredakteur bei der WLZ, ist einer unserer Dienstältesten Vorstandsmitglieder (schon seit "Mao") und unterstützt den Sportkreis als Pressewart.

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